Hilfe-Anleitungen
KI als Korrekturhilfe ist in der Regel erlaubt – die Note geben aber Sie. Diese Anleitung führt Sie durch die Schritte, mit denen Sie eine Schularbeit mit KI-Unterstützung korrigieren und dabei Schulrecht und Datenschutz einhalten: vom Gespräch mit der Schulleitung bis zur Note, die Sie selbst speichern.
Keine Rechtsberatung. Diese Anleitung fasst allgemeine Regeln verständlich zusammen. Was an Ihrer Schule gilt, legen Schulleitung, Bildungsdirektion oder Kultusministerium fest – im Zweifel fragen Sie dort nach.
Für den Datenschutz ist in der Regel die Schule verantwortlich, nicht Sie allein. Fragen Sie deshalb kurz nach, ob es an Ihrer Schule Vorgaben zu KI gibt. In Deutschland setzen die Länder die KI-Empfehlung der Bildungsministerkonferenz unterschiedlich um, in Österreich geben Bildungsministerium und Bildungsdirektionen Hinweise. Für Matura, Abitur und andere Abschlussprüfungen gelten eigene Prüfungsvorschriften.
Eine Schularbeit enthält Namen, Handschrift und eine Leistung – persönliche Daten im Sinne der DSGVO. Sie gehören nicht in ein privates Chatbot-Konto: Dort gibt es keinen Vertrag mit Ihrer Schule, und je nach Einstellung dürfen Eingaben zum Training verwendet werden. Ein Dienst, der in Ihrem Auftrag arbeitet, braucht einen Auftragsverarbeitungsvertrag (Art. 28 DSGVO), sagt, wo die Daten verarbeitet werden, und darf nicht mit Schülerarbeiten trainieren.
Context Grade arbeitet für Ihre Schülerdaten als Auftragsverarbeiter: Die Auftragsverarbeitungsbedingungen sind Teil unserer AGB, und für Schulen gibt es auf Anfrage eine eigene Vereinbarung.
Alles, was auf dem Blatt steht, kann beim KI-Dienst ankommen. Lassen Sie wo möglich eine Nummer statt des Namens schreiben, oder decken Sie den Namen vor dem Scannen ab. Legen Sie außerdem Notenschlüssel und Bewertungskriterien fest, bevor Sie korrigieren, und geben Sie sie der KI mit – im KI Batch-Bewerter als Bewertungsrubrik oder als eigene Anweisungen.
KI Batch-Bewerter → BewertungsrubrikIn Context Grade liegen Ihre Daten in der Europäischen Union. Für den Bewertungsvorschlag geht jede Seite an den KI-Anbieter OpenAI in den USA. Der Anbieter darf die Inhalte nicht zum Training verwenden, kann eine Anfrage nach seinen eigenen Bedingungen aber kurz – in der Regel bis zu 30 Tage – zur Missbrauchskontrolle aufbewahren. Wir fügen keinen Namen hinzu. Die hochgeladenen Seiten sind spätestens nach 48 Stunden aus unserem Speicher gelöscht.
Leistungsbeurteilung ist Ihre Aufgabe: In Österreich weist § 18 SchUG die Beurteilung der Lehrkraft zu, in Deutschland die Schulgesetze der Länder. Lesen Sie deshalb jede Arbeit selbst, vergleichen Sie den Originaltext mit der Korrigierten Version und ändern Sie unter Punktzahl bearbeiten, was die KI falsch gelesen oder falsch eingeschätzt hat. Vorschläge und Bemerkungen sind in der App als von der KI stammend gekennzeichnet.
Erst wenn Sie auf Im Notenbuch speichern klicken, kommt eine Note ins Notenbuch – für jede Arbeit einzeln. Eine automatische oder gesammelte Übernahme gibt es nicht. So entscheidet immer ein Mensch, wie es auch Art. 22 DSGVO für Entscheidungen mit erheblicher Wirkung verlangt, und Sie können jede Note anhand der Arbeit und Ihres Notenschlüssels begründen.
Sagen Sie Ihrer Klasse – und bei Bedarf den Eltern –, dass Sie beim Korrigieren eine KI als Hilfe nutzen und jede Note selbst festlegen. Manche Schulen schreiben das vor, empfohlen wird es überall. Ein Satz zu Beginn reicht.
Alle Schaltflächen Schritt für Schritt: Lösungsblatt, Stiftfarbe, Hochladen, Prüfen.
Punktegrenzen ausrechnen und als Skala anlegen – mit Rechner.